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Problemstellung

Unsere Kinder und Jugendlichen werden täglich mit Gewalt konfrontiert, durch die Medien, in ihren eigenen Cliquen und Banden und teilweise auch durch häusliche Gewalt. Das Thema Gewalt wird an vielen Schulen verschwiegen oder verboten. Viele Kinder leiden als Opfer von Aggressionen, Mobbing und Ausgrenzung. Aggressive Kinder werden unerkannt und ungewollt in Täterrollen sozialisiert, entwickeln sich zu teilweise auffälligen, aggressiven und gewaltbereiten Jugendlichen. Nur die schwersten Fälle werden angezeigt und aufgedeckt. Viele Schüler trauen sich nicht, diese unterschwellige Gewalt anzusprechen oder anzuzeigen und auch die Eltern erkennen zum Teil den Ernst der Lage nicht. Schüler leben ihre Aggressionen im Geheimen aus, an ihren Computern, mit Schlägereien in der erweiterten Schulumgebung und durch die Weitergabe von Gewaltszenen am Handy. Viele Kinder und Jugendliche werden so zu Opfern und Tätern, entwickeln Hassgefühle und Feindbilder. Aufgeschreckt durch Amokläufe wird das Thema Gewalt für einige Tage in den Medien diskutiert. Das Grundproblem, dass die Kinder und Jugendlichen häufig Gewalt ausgesetzt sind, durch die Medien und in ihren unbeobachteten Räumen, bleibt bestehen. Das Thema Gewalt an der Schule macht Angst, und die Hilflosigkeit dem Thema Gewalt gegenüber lähmt zusätzlich.

Schweigen, Verschweigen und Verbieten von Gewalt und Aggressionen versteckt die Problematik, ist aber keine Lösung. Probleme müssen erkannt und benannt werden, erst dann können sie gelöst werden. Die Schüler, Lehrer und Eltern brauchen eine Plattform, auf der sie sich austauschen können, eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können. Die Schulen, Schüler, Eltern und Lehrer brauchen mehr Rückendeckung beim Umgang mit Gewalt, finanziell, ideell und ganz konkret vor Ort.

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